Idsteiner Motorsportler erreicht beim WM-Lauf in Frankreich den neunten Platz
Rodney Bereiter, der für den AMC Idstein an den Start geht, hat bei der Trial-Weltmeisterschaft in Cahors in Frankreich einen starken Erfolg gefeiert. Beim zweiten Wettbewerb des Wochenendes erreichte er am Sonntag den neunten Platz in seiner Klasse. Damit gelang ihm sein zweitbestes Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft. Bereits bei einem früheren WM-Lauf hatte er einmal den achten Platz belegt.
Nach dem Rennen überwogen bei dem Trialfahrer vor allem Freude und Erleichterung. Das gute Ergebnis sei für ihn eine Bestätigung dafür gewesen, dass sich das intensive und langjährige Training auszahle. Vor dem Wochenende habe er zwar auf eine gute Platzierung gehofft, mit einem Ergebnis unter den besten zehn Fahrern jedoch zunächst nicht gerechnet.
Nach der ersten Runde zeichnete sich bereits ab, dass eine Platzierung unter den besten 15 möglich sein könnte. Im weiteren Verlauf gelang es Bereiter, seine Leistung zu steigern und sich schließlich bis auf den neunten Rang vorzuarbeiten.
Die besondere Faszination des Trialsports liegt für ihn in der Verbindung aus Gleichgewicht, Konzentration und der vollständigen Kontrolle über das Motorrad. Die Fahrer müssen anspruchsvolle Hindernisse, steile Auffahrten und technisch schwierige Passagen bewältigen, ohne dabei den Boden zu berühren. Jeder Fehler kann zusätzliche Strafpunkte bedeuten und sich unmittelbar auf die Platzierung auswirken.
Neben einer guten Fahrtechnik seien deshalb vor allem Mut und Konzentrationsfähigkeit entscheidend. Vor manchen Hindernissen müsse man sich zunächst überwinden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben. Gleichzeitig dürfe die Konzentration während des gesamten Wettbewerbs nicht nachlassen.
Ein Erfolg des gesamten Teams
Dass Bereiter inzwischen auf diesem internationalen Niveau unterwegs ist und bei einem Weltmeisterschaftslauf die Top Ten erreichen kann, sieht er jedoch keineswegs als Einzelleistung. Hinter ihm steht ein starkes und eingespieltes Team, ohne dessen Unterstützung dieser Weg kaum möglich gewesen wäre.
Eine wichtige Rolle spielt dabei Georg Hippel, Teamchef des HippelRacing Teams aus der Nähe von Kaiserslautern, der Bereiter mit seinem Team begleitet und unterstützt.
Eine ganz besondere Verbindung besteht zudem zu Max Eck, einem gebürtigen Idsteiner und langjährigen besten Freund Bereiters. Eck ist nicht nur enger Vertrauter, sondern begleitet ihn auch als Betreuer und sogenannter Minder. Diese Rolle ist im Trialsport von großer Bedeutung: Der Minder unterstützt den Fahrer während des Wettbewerbs, hilft bei der Einschätzung schwieriger Sektionen und steht ihm als unmittelbarer Ansprechpartner und Assistent zur Seite.
Gerade auf dem Niveau einer Weltmeisterschaft ist dieses Zusammenspiel entscheidend. Vertrauen, Erfahrung und die Unterstützung neben der Strecke tragen ihren Teil dazu bei, dass sich der Fahrer auf dem Motorrad voll auf seine Aufgabe konzentrieren kann. Für Bereiter ist deshalb klar: Ohne Georg Hippel, Max Eck und das starke Team im Hintergrund wäre sein bisheriger Weg im internationalen Trialsport in dieser Form nicht möglich gewesen.
Von seinem neunten Platz möchte sich Bereiter dennoch nicht ausruhen. Zu seinen nächsten großen Zielen gehören der Gewinn der Deutschen Meisterschaft sowie der Europameistertitel. Langfristig möchte er außerdem eine vollständige Saison in der höchsten Klasse der Trial-Weltmeisterschaft, dem TrialGP, bestreiten.
Auch jungen Menschen aus Idstein, die sich für den Trialsport interessieren, möchte Bereiter Mut machen. Entscheidend sei zunächst, Spaß am Motorradfahren zu haben, regelmäßig zu trainieren und auch nach Rückschlägen nicht aufzugeben. Wer seine Ziele erreichen wolle, müsse dranbleiben und immer wieder bereit sein, über den eigenen Schatten zu springen.
Mit seiner Top-Ten-Platzierung hat Rodney Bereiter nicht nur einen persönlichen Erfolg erreicht, sondern gemeinsam mit seinem Team auch den AMC Idstein erfolgreich auf internationaler Bühne vertreten.


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